Trockner & Raumentfeuchter


Feuchtigkeitsmesser und Bautrockner bei Wasserschaden

Warum ist es im Bauwesen so wichtig einen Feuchtigkeitsmesser zu benutzen? Muss man als Bauherr auch einen besitzen? Was ist bei einem Wasserschaden und somit dem Einsatz vom Bautrockner zu beachten und wie setzt der Fachmann den Feuchtigkeitsmesser ein?

Es ist doch so. Früher hat sich der Handwerker auf gewisse Faustregeln verlassen. Das Trocknen von Zement gebundenen Bauteilen nahm ca. 4 Wochen in Anspruch usw.. Aber früher hatte man wohl noch mehr Zeit im Bauwesen und der Termindruck war nicht so hoch. Früher gab es auch keine Bautrockner und keine Feuchtigkeitsmesser. Hat es während der Bauzeit mal rein geregnet hat man eben noch eine Wochen drangehängt. Gab es einen Wasserschaden konnte man nicht auf eine technische Gebäudetrocknung zurückgreifen und man musste im Notfall die durchnässten Bauteile ausreißen und neu errichten. Feuchtigkeitsmesser? Fehlanzeige!

Fazit: Es geht auch so. Aber das kann Geld kosten! Terminliche Vereinbarungen, Einzugstermine oder das Risiko von feuchten Böden unter dem teueren Parkett machen den Einsatz von einem Bautrockner und dem Feuchtigkeitsmesser unabdingbar für den Profi oder den Bauherren. Demnach wäre der Einsatz von einem Feuchtigkeitsmesser in zwei Kategorien zu unterteilen.

  • Einsatz bei Wasserschaden zur Abklärung einer Notwendigkeit für Bautrockner als technische Gebäudetrocknung

oder

  • Einsatz bei einem Neubau zur Abklärung und Freigabe verschiedener Folgearbeiten.

In erstem Fall wird der Feuchtigkeitsmesser eingesetzt um festzustellen wie stark der Wasserschaden war. Nicht immer ist das sofort mit dem Auge ersichtlich. Verschiedene Messsonden können durch kleine Öffnungen versteckte Bauteile oder Isolationen auf deren Feuchtigkeit prüfen. Böse Überraschungen werden so vermieden und eine Freigabe für den Einsatz von einem Bautrockner für eine Gebäudetrocknung gerechtfertigt.

Für den Fall des Neubaus ist der Feuchtigkeitsmesser ebenfalls Sinnvoll. Wird ein neuer Boden eingebaut, der Dachstuhl draufgesetzt oder die Tapete aufgezogen überall ist es notwendig die jeweilig zulässige min. Feuchte einzuhalten.

Für Bauherren die einen Wasserschaden hatten, gibt es da bereits sehr gute Lösungen. So genannte digital Hygrometer sind günstige Feuchtigkeitsmesser zur Bestimmung der rel. Luftfeuchte und damit auch zur Aufnahmekapazität, der die feuchten Bauteile umgebenden Luft. Andere digitale Feuchtigkeitsmesser, die den Ansprüchen einer Kontrolle für den Bauherren gerecht werden, sind schon ab einem mittleren 2-stelligen Betrag zu haben.

Bautrockner – Vorteile für Bauherren und Hausbesitzer

Wenn von einer Gebäudetrocknung beim Neubau eines Hauses die Rede ist, wird man oft mit speziellen Gerätebezeichnungen konfrontiert. Der Begriff Bautrockner ist nur eines davon, wenn es heißt ein neu erstelltes oder saniertes Gebäude von der Baufeuchte zu befreien. Zusätzlich gibt es weitere Bautrockner Kategorien die teilweise auf denselben Funktionsprinzipien basieren oder auch eine ganz andere Technik zu Hilfe nehmen. Die wichtigsten und meist genutzten seien hier mit den Bezeichnungen Kondenstrockner, Luftentfeuchter oder Adsorptionstrockner aufgeführt.

Wenn wir Bautrockner hören ist meistens ein Entfeuchter gemeint, der auf dem Prinzip der Kondenstrockner aufgebaut ist. Er kommt aufgrund seiner Effizienz oft in der Gebäudetrocknung bei Neubauten, bei Gebäude Sanierungen oder bei einem Wasserschaden im bewohnten Haus zum Einsatz. Das Prinzip der Bautrockner bzw. Kondenstrockner ist denkbar einfach. Jeder von uns besitzt einen Kühlschrank zuhause und weiß, dass er nach innen kühlt und nach außen hin Wärme abgibt. Ein Bautrockner funktioniert genau umgekehrt.

Zunächst der Kühlschrank. Ein von einem Kompressor verdichtetes und somit erwärmtes zunächst gasförmiges Kältemittel wird auf der Rückseite durch Kühlschlangen geleitet. Hier gibt es Wärme an die Umgebung ab, kondensiert und wird in einen Verdampfer im inneren des Kühlschranks geleitet. Das verdampfende Kältemittel nimmt dem Innenraum Verdampfungswärme ab und strömt wieder zum Kompressor.

Ein Bautrockner auf Kondenstrockner Basis kühlt keinen Innenraum, sondern ein luftdurchlässiges Netz aus Metalllamellen. Durch dieses gekühlte Netz wird mittels eines Ventilators im Bautrockner die feuchte Umgebungsluft eines z.B. vom Wasserschaden betroffenen Raumes angesogen und entweicht auf der anderen Seite dieses Netzes. Die Feuchte der Luft aber kondensiert an den herunter gekühlten Lamellen der Bautrockner und gefriert sogleich. Ist eine gewisse Vereisung erreicht, schaltet der Kompressor ab, das gefrorene Wasser kann abtauen und in einen Behälter abgeleitet werden. Je mehr die Luftfeuchte durch die Bautrockner runtergesetzt wird, umso mehr Feuchtigkeit können Bauteile, wie Wände und Böden der stets trocknenden Umgebungsluft abgeben und trocknen somit schneller aus. In der Gebäudetrocknung z.B. durch Wasserschaden ist das heutzutage ein Zeit- und Kosten sparendes Konzept.

Luftentfeuchter können ebenso als Bautrockner eingesetzt werden und funktionieren ebenso auf Basis der Kondenstrockner. Auf dem Markt sind hier aber meistens kleinere Geräte gemeint, die mehr dazu dienen z.B. feuchte Keller bei Altbauten, Archivräume oder Lagerräume mit Feuchtigkeitsempfindlichen Gütern dauerhaft trocken zu halten. Im Vergleich zum Bautrockner haben sie eine geringere Leistungsfähigkeit und sind vom Design her schon dem häuslichen Gebrauch angepasst. Sinnbildlich kann man sagen, dass ein Luftentfeuchter aussieht wie ein großes Küchengerät und der Bautrockner mehr wie ein Traktor.

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